Eine integrierte Screening- und Quantifizierungsmethode für 108 halbflohflüchtige organische Schadstoffe in der Wasserumgebung wurde mittels Gaschromatographie-Dreifach-Quadrupol-Massenspektrometrie (GC‒MS/MS) entwickelt. Der Einfluss verschiedener Arten von Splitterschläuchen auf die Detektionsergebnisse der Zielverbindungen wurde untersucht, das Extraktionsmittel optimiert und die besten Analysebedingungen ermittelt. Nach der Flüssig-Flüssig-Extraktion der Wasserproben mit Dichlormethan erfolgte die Messung mittels optimierter GC-MS/MS-Methode. Alle 108 Zielverbindungen zeigten innerhalb ihres linearen Bereichs eine gute Linearität (r² > 0,99), die Nachweisgrenze (LOD) lag bei 0,001 bis 1 μg/L, die Quantifizierungsgrenze (LOQ) bei 0,002 bis 2 μg/L, die Anreicherungsrückgewinnung bei 77,8% bis 118%, die relative Standardabweichung (RSD) bei 1,7% bis 12% und der Matrixeffekt bei 79,7% bis 129%. Die Methode wurde an 8 Proben aus der galvanischen Industrie mit Kupfer-, Nickel- und Zink-Beschichtung angewendet, wobei 25 halbflohflüchtige organische Schadstoffe mit Konzentrationen von 1,78 μg/L bis 30,53 mg/L nachgewiesen wurden. Die Methode zeichnet sich durch eine breite Verbindungserfassung, kurze Analysezeit, niedrige Nachweisgrenzen, hohe Präzision und Genauigkeit aus und erfüllt effektiv die Anforderungen einer schnellen Screening- und Quantifizierungsanalyse von Schadstoffen bei Umwelt-Schadensfällen.