Mit der ultrahochleistungs-Flüssigchromatographie gekoppelt an die hochauflösende Massenspektrometrie (UPLC-HRMS) wurde die in vitro Strukturcharakterisierung von Peptidkonjugaten zwischen Stickstoff-Chlorid und Albumin im Vollscan-Datenabhängigem Sekundärscan-Modus (Full MS/dd-MS2) durchgeführt, um die Datenbank von Biomarkern zur Herkunftsbestimmung der Stickstoff-Chlorid-Exposition zu erweitern. Die Ergebnisse zeigen, dass drei Stickstoffarten mit sechs Albumin-Peptidfragmenten konjugieren, wobei die Adduktionsstellen die einzige freie Thiolgruppe enthaltende Cystein (Cys34), Leucin (Leu327), Methionin (Met329) und Glutamat (Glu230) umfassen. Die gebildeten sieben konjugierten Peptide können als potenzielle Biomarker für Stickstoff-Chlorid dienen. Dipeptide und Tripeptide wurden als bestätigte Indikatoren für die Exposition validiert. Die Analyse fasst charakteristische Ionen und Fragmentierungsmuster der in vitro inkubierten Addukte von drei Stickstoffarten mit sechs Peptidfragmenten zusammen und liefert optimierte Ionenpaare für die Massenspektrometrie, was eine Grundlage für die Entwicklung quantitativer LC-MS/MS-Methoden basierend auf dem Multiple-Reaction-Monitoring-Modus schafft und technische Unterstützung für den Nachweis von Stickstoff-Chlorid in komplexen Proben bietet.