Silikonarmbänder, als neuartige, nicht-invasive passive Probenehmmeinrichtungen, können die Exposition gegenüber Verbindungen, die über Einatmen und Hautkontakt in den menschlichen Körper gelangen, effektiv überwachen. In der Studie wurde mit ultra-hochauflösender Flüssigkeitschromatographie gekoppelt mit Tandem-Massenspektrometrie (UPLC-MS/MS) eine Analysemethode für 17 Bisphenolverbindungen (BPs) in Silikonarmbändern etabliert. 1 g Armbandprobe wurde ultraschallunterstützt mit Acetonitrillösung extrahiert, dann mittels HLB-Festphasenextraktionssäule mit 40 % Methanol-Wasser-Lösung gewaschen und mit Methanol eluiert, anschließend unter Stickstoff bis nahezu trocken verdampft und in 0,5 ml 50 % Methanol-Wasser-Lösung wiederaufgelöst und analysiert. Die Quantifizierung erfolgte mittels isotopenmarkierter interner Standards; die lineare Beziehung der 17 Zielverbindungen lag im Bereich von 0,001 bis 100 μg/L mit r²>0,99, Nachweisgrenzen lagen bei 0,001 bis 0,042 μg/kg, Quantifizierungsgrenzen bei 0,003 bis 0,141 μg/kg. Die Spiked-Recoveries der 17 BPs im Silikonarmband betrugen 71,7 % bis 124 %, die inner- und zwischen-tägigen relativen Standardabweichungen lagen bei 6,5 % bis 20 % bzw. 2,3 % bis 16 %. Mithilfe der entwickelten Methode wurden 11 tatsächlich getragene Silikonarmbänder untersucht, dabei wurden 12 BPs in Konzentrationen von 0,005 bis 2,552 μg/kg detektiert, wobei Bisphenol A (BPA), Bisphenol S (BPS), 4-Hydroxybenzylbenzoat (PHBB) und 4,4'-Dihydroxy-Diphenylsulfid (TDP) in allen 11 Armbändern nachgewiesen wurden. Die Methode zeichnet sich durch hohe Empfindlichkeit aus und eignet sich für den Nachweis von 17 BPs, die durch Silikonarmbänder als passive Probenehmer adsorbiert wurden.